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Mein erstes Auto war ein alter VW-Bus und der hat von Anfang an viel Ärger gemacht. Er war ein Sorgenkind auf vier Rädern, aber eben diesen habe ich mir damals mit 21 Jahren für 1700 DM selbst gekauft - mein erstes Stück Eigenständigkeit! Ihm verdanke ich meinen Entschluss, mich zur Kfz-Mechanikerin ausbilden zu lassen. In diesem von Männern geprägten Beruf wurde ich belächelt und erstmal nicht für voll genommen. Für die Mechaniker in der Autowerkstatt „Morigl“ in Germering bin ich - die einzige weibliche Auszubildende - mit meinem Bus irgendwie eine Witzfigur gewesen, auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Lehrling. Ich saugte alles Wissen auf und steckte es danach in den Bus. Ich bin wohl die einzige Kfz-Mechanikerin in München, die im Anschluss an die Ausbildung Sozialpädagogik studierte und der es gelungen ist, beide Berufe miteinander zu verknüpfen.
Die Idee für den Kfz-Kurs von Frau zu Frau kam mir während der Diplomarbeit, die sich mit dem Thema “Frauen in Männerberufen” befasste. Im Programm der Münchner Frauenbörse erschien mein Kurs zum ersten Mal. Dies erwies sich als Türöffner und erweckte schnell das Interesse von mehreren Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehsendern.
Hauptberuflich bin ich beim Stadtjugendamt als Schulsozialarbeiterin an einer Münchner Hauptschule angestellt.
Momentan befinde ich mich im Erziehungsurlaub und stecke meine Energie in unsere Tochter Franka und Sohn Benedikt. |