Saitenweise

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bild1Die Entdeckung der Gitarre war eine sehr kuriose Angelegenheit.

Vor einigen Jahren kam ich durch Zufall in den Besitz einer Zither. Dieses Instrument fand ich immer schon recht interessant vom Klang. Unter Zuhilfenahme von Literatur versuchte ich in der Folgezeit, diesem Instrument ein paar richtige Töne zu entlocken, was sich bei der Vielfältigkeit der Zither doch relativ schwierig gestaltete. Als die Eroberung der gegriffenen Saiten anstand, beschloss ich, die Griffweise erst mal auf der Gitarre zu erkunden. Kurze Zeit zuvor war in unseren Wohnblock der Gitarrenbauer Sigi Rauch eingezogen und der nette Kontakt, der sich dadurch ergab, führte dann auch zum erfolgreichen Erwerb einer Gitarre von Antonio Ruben.

In wildem Eifer eroberte ich mit allen Fehlern, die man wahrscheinlich begehen kann, die Gitarre und durch verfügbare Aufnahmen entstand der brennende Wunsch, dieses Instrument zu beherrschen. Der Vorteil zur Zither war gravierend. Man musste bei der Gitarre nicht immer erst einen voll beladenen Tisch abräumen, um mit dem Instrument arbeiten zu können, was mir im Augenblick als musikalischer Qantensprung vorkam.

Entscheidend für die weitere Entwicklung war der Kontakt zum Konzertgitarristen Peter Meier, der mir durch seinen Unterrichtsstil sehr entgegenkam.

Nun bestand nur die Schwierigkeit, dass ich die Gitarre immer noch nicht ausreichend

beherrschte, um wieder zur Zither zurückzukehren. Also übe ich und übe und übe. Nach einiger Zeit auf dem Niveau von "Hänschen klein" wurden die Stücke dann auch mal ein wenig komplexer. Darüber sind nun beim Erstellen dieser Seite bald 6 Jahre vergangen.

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Inwischen sind es Stücke aller Epochen, von Barock bis zur Moderne. Von GEMA-freien Musikwerken möchte ich in der Zukunft auch immer mal Aufnahmen erstellen und an dieser Stelle vorstellen.

Einen entscheidenen Fortschritt erzielte ich, als ich vor einiger Zeit feststellte, dass die anfängliche Konzertgitarre von Ruben mir wohl ein wenig zu groß war und ich nach einigem Suchen eine wunderbare Gitarre aus der Werkstatt der Gitarrenbauerfamilie Voigt erstehen konnte. Die Größe entsprach exakt meinen Bedürfnissen, auch wenn die Mensur nur 1,5cm differiert, der Klang und die Ansprache phänomenal. Auf der Suche nach einer Gitarre sollte man sich die Kunstwerke aus dieser Werkstatt unbedingt anhören.